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Intershop Blog
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Kürzlich las ich einen interessanten Essay der Gorilla Group, in dem erklärt wurde, was der richtige Ansatz für eine B2X-Plattform-Migration sein könnte. Kurz gesagt, wird darin beschrieben, wie wichtig es für Unternehmen ist, kundenorientiert zu sein und jede mögliche Transaktion auf einen digitalen Kanal zu verlagern, um die Effizienz zu steigern und Ressourcen für Innovationen freizusetzen.

Häufig macht die Komplexität der bestehenden B2B-Prozesse, über viele Jahre gewachsen und selten optimiert, die Aussicht auf einen Systemumzug zu einem entmutigenden Gedanken.

Ein traditioneller "lift & shift"-Ansatz erfordert, auf die richtige Plattform zu "setzen", und eine intensive Entwicklungs- und Anpassungsphase zu stemmen. Dennoch wird oft erst nach langwierigen Go-Live-Prozess Mehrwert generiert. Fragen Sie heute einen technisch versierten Architekten, hören Sie sicher, dass solche Replatforming-Projekte besser zu vermeiden sind. Die Zukunft liegt in der Migration zu einer Microservice-Architektur, natürlich in der Cloud.

Und ganz praktisch?

Das bedeutet, dass die große "monolithische" Plattform durch einen ineinandergreifenden Satz von Microservices ersetzt wird, jeweils mit unabhängigen Entwicklungszyklen, leicht aktualisierbar und neu zu implementieren, wenn sich Geschäftsanforderungen verändert haben. So ist es nicht mehr nötig, "das Ganze" immer wieder zu aktualisieren. Viele große Anbieter bieten heute eine "Headless Cloud-Lösung" für den E-Commerce an: Das bedeutet, dass sie eine Reihe von APIs für E-Commerce-Funktionen anbieten. Nicht mehr und nicht weniger. Diese APIs können nicht angepasst werden, im besten Fall erlauben sie Konfigurationen. Braucht Ihr Unternehmen etwas abweichendes, muss ein eigener Microservice entwickelt werden.

Wenn Sie eine solche State-of-the-Art-Architektur einrichten wollen, müssen Sie neben den APIs Ihrer Commerce-Engine auch für eine recht umfangreiche IT-Landschaft sorgen.

Sie benötigen:

  • eine Frontend-Schnittstelle mit einem geeigneten Framework Ihrer Wahl,
  • eine Continuous-Integraton-Umgebung mit Quellcode-Repository, Build-Pipeline, Testeinheiten, die wahrscheinlich eine containerisierte Version dieses Frontends erzeugen,
  • ein API-Gateway zur Verwaltung der öffentlichen REST-APIs, normalerweise spezifisch für Ihre Cloud-Plattform,
  • einige Konfigurations-Management-Tools für das Gateway,
  • eine O-Auth-Implementierung zur Verwaltung des Zugriffs der APIs auf die zugrundeliegenden Systeme,
  • realistisch gesehen eine Form von API-Aggregator/Orchestrator wie GraphQL zur Optimierung der Anzahl der Frontend-Aufrufe,
  • eine Continuous-Integration-Strecke der Wahl für die Microservices
  • Was das Frontend betrifft, so benötigen Sie ein Code-Repository, eine Build-Pipeline, Testeinheiten, ein Containerisierungs-Management wie Docker und vieles mehr.
  • Alle diese Dienste müssen miteinander kommunizieren: Der beste Weg ist wahrscheinlich ein asynchroner Event-Manager wie Kafka.
  • natürlich mindestens eine Instanz einer Datenbank für Ihre Daten, wahrscheinlich mehr, wenn Sie RDBMS und NoSQL verwenden wollen,
  • eine Speicherlösung zur Aufbewahrung aller Assets, die sich nicht in einer Datenbank befinden sollten,
  • fortschrittliche Überwachungswerkzeuge, um die richtigen Problemquellen schnell zu identifizieren,
  • mindestens einen Protokoll-Aggregator, um zu verstehen, was in Ihrem Ökosystem passiert.

Verstehen Sie mich nicht falsch: All diese Dinge werden wirklich gebraucht und repräsentieren eine wirklich moderne Architektur. Es gibt unzählige Studien und reale Beispiele, in denen deren Vorteile gegenüber "monolithischen" Lösungen sehr gut erklärt werden. Aber all die oben genannten Punkte erfordern Produkte, Lizenzen, sehr spezielle Kompetenzen und vor allem: eine starke Vision und die richtige Agentur, um alles reibungslos zu koordinieren.

Wie kann ein mittelständisches Unternehmen, das heute eine monolithische Plattform betreibt, dorthin gelangen?

Es dauert sehr lange, bis eine solche IT-Landscape in Betrieb genommen wird: Mitarbeiter mit den passenden Kompetenzen müssen ausgebildet oder gefunden werden, Prozesse aufgebaut und nicht zuletzt muss die perfekte Architektur entworfen, implementiert, konfiguriert und dokumentiert werden. Mit dem Mehr an Freiheit geht auch mehr Verantwortung einher: Welche Rahmenbedingungen sind zu wählen? Werden alle Komponenten reibungslos zusammenarbeiten?

Ich war an verschiedenen Projekten beteiligt, bei denen Unternehmen ein solches Projekt unternahmen. Oftmals dauert es länger als bei jedem lift-&shift replatforming, bis die Produktionsreife erreicht wurde. Nicht zu vergessen: In der Zwischenzeit wird keine zusätzliche Wertschöpfung für das Unternehmen generiert! Darüber hinaus sollte der Fokus eines Herstellers oder Einzelhandelsunternehmens auf der Entwicklung und dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen liegen und nicht auf dem Aufbau einer umfangreichen IT-DevOps-Abteilung. (Es sei denn, es handelt sich Amazon...)

Ein Beispiel

Stellen Sie sich vor, Sie brauchen einen Van für Ihr Unternehmen. Einen leistungsstarken, zuverlässigen, komfortablen Transporter.

Der Händler sagt: "Ich kann Ihnen einen sehr schönen und leistungsstarken Motor verkaufen. Dazu kommen noch Zahnräder, Verteiler, Tank, Reifen, Fahrwerk, Karosserie, und Aufhängungen, Sitze, ein Armaturenbrett, einige Fenster, ein Anstrich und - voilá! Das ist Ihr perfekter Van! Sicher, der Motor selbst kostet fast so viel wie jeder Standard-Van. Die Gesamtkosten des Lieferwagens und Details zur Wartung? Sorry, das kann ich Ihnen nicht sagen." Ist das etwas, worauf Ihr Unternehmen aus ist? Wohl kaum.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Ist es also doch die Lösung, alles zu vergessen und einfach endlose Zyklen von Legacy-Replatformings zu überleben?

Nein.

Eines jedoch sollten Sie sich bewusst sein - und sicher stellen: You´ll never walk alone!

Das Beste aus beiden Welten

Ich glaube wirklich, dass die oben beschriebene Architektur der richtige Weg ist. Aber ich bin auch überzeugt davon, dass Unternehmen nicht alles selbst machen sollten. Es gilt, seine Partner und Technologie klug auszuwählen. Aus Erfahrung glaube ich diesbezüglich an die Intershop-Lösung. Sie bietet einen sehr vernünftigen Weg, um eine moderne Architektur einzurichten. Lösungen für grundlegenden Herausforderungen bringt sie von Haus aus mit.

In früheren Projekten wäre ich mit den vorhandenen Ressourcen nie in der Lage gewesen, eine Continuous-Integration-Infrastruktur und automatisierte Deployments von Grund auf neu aufzubauen, bis Intershop eine funktionierende Lösung Out-of-the-Box zur Verfügung stellte. Darüber hinaus kümmert sich das Intershop-Ökosystem um viele Aspekte und lässt Ihnen dennoch die Wahl, sollten Sie Alternativen wählen wollen.

Die CaaS-Lösung verwaltet die Cloud-Infrastruktur, überwacht, erstellt und deployed, wenn Sie es wünschen. Die mitgelieferte PWA verfügt über eine ganze Reihe von Funktionen und einen eigenen Build/Deployment-Prozess. Benutzen Sie sie oder bauen Sie Ihre eigene. CMS, PIM, Auftragsmanagement? Sie decken das Wesentliche ab, bis Sie vielleicht etwas Komplexeres brauchen. Intershop verfügt über Microservice-Vorlagen und einen Discovery-Service. Wenn Sie Dynamics 365 nutzen, stehen Microservices zur Integration zur Verfügung.

Glauben Sie, dass es sich lohnt, ein ganzes Preismodell zu überarbeiten, nur um eine kleine Anpassung vorzunehmen? – Passen Sie stattdessen doch den Kern an!

Möchten Sie die Dienstleistungen implementieren, die Ihr Angebot wirklich differenzieren? - Konzentrieren Sie sich darauf und entwickeln Sie einen speziellen Mikroservice.

Verwenden Sie Oracle oder SQL Server, wie von Intershop vorkonfiguriert. Oder passen Sie alle Konfigurationen individuell auf Ihr System an.

Alles in allem ergibt dieser Ansatz für mich mehr Sinn. Die Reise geht in die gleiche Richtung, aber Sie können sie in Ihrem Tempo gehen und sind nie allein. Sie können eine Time-to-Market von 3 Monaten haben (Ja, das geht!), und beginnen, Geschäfte und Einnahmen in Ihrem neuen, glänzenden Ökosystem zu generieren, das mit Ihnen wachsen wird.

Wahrscheinlich wird es das letzte Mal sein, dass Sie eine neue Plattform benötigen.


Intershop wird nicht umsonst auch von Forrester als „Ein Marktführer im B2B“ angesehen.