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So gelingt die Auswahl einer zukunftssicheren B2B-Commerce-Plattform

Die technologische Entwicklung ist unaufhaltsam schnell, und  Kunden haben aufgrund der zunehmenden Akzeptanz der Digitalisierung höhere Erwartungen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, und so erwarten Kunden von Unternehmen einzigartige, digitale Erlebnisse.

Hier ist ein Leitfaden, wie Sie eine Lösung finden, die Sie heute und in Zukunft erfolgreich unterstützen kann.

Dieser Artikel beantwortet die folgenden Fragen:

Wenn Sie sich lieber ein Video unseres Experten mit Beispielen ansehen möchten, finden Sie hier die Aufzeichnung unseres Webinars:

[Video] So wählen Sie eine zukunftssichere Commerce-Plattform aus


Die ideale E-Commerce-Plattform sollte die aktuellen Anforderungen Ihres B2B-Geschäfts erfüllen und gleichzeitig zukünftige Innovationen und Weiterentwicklungen ermöglichen. Unseren Untersuchungen zufolge betreiben die meisten Hersteller immer noch ihre selbst entwickelten Lösungen:

report_image_DEQuelle: Internationaler E-Commerce in der Fertigungsindustrie: Status quo und Wachstumsstrategien [Download]

Was ist eine Legacy-E-Commerce-Plattform?

Legacy-E-Commerce-Plattformen sind seit vielen Jahren ein lohnender Vertriebskanal, weil sie auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind. Allerdings werden Legacy-Systeme den wachsenden Anforderungen des digitalen B2B-Handels oft nicht mehr gerecht.

Da Altsysteme oft starr sind und nicht rechtzeitig angepasst werden können, werden sie zu einem Hindernis für die Geschäftsentwicklung. Nachhaltiger Erfolg kann nur erreicht werden, wenn man den ständig wachsenden Kundenanforderungen gerecht wird, die Vertriebs- und Serviceprozesse umfassend digitalisiert und optimale Voraussetzungen für zukünftige Entwicklungen schafft.

Diese Legacy-E-Commerce-Plattformen werden als "Monolithen" bezeichnet. Sie wurden vor über zehn Jahren entwickelt und sind mit vielen Einzelintegrationen zu einem hochgradig individualisierten Code-Block verwachsen.

Die häufigsten Merkmale eines solchen Monolithen sind:

  • Sie sind für Inside-Out-Kommunikation gebaut. Ihre Kunden müssen sich an Ihre Prozesse, Strukturen, Bedingungen und Konditionen anpassen.
  • Sie sind hochspezialisiert und nicht flexibel für sich ändernde Anforderungen
  • Sie sind starr- jede Änderung, die Sie implementieren, hat Auswirkungen auf das gesamte System.

Wie hoch sind die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) einer Legacy-E-Commerce-Plattform?

Es gibt viele (versteckte) Kosten, wenn man eine Legacy-E-Commerce-Plattform am Laufen halten muss. In der Regel wurden sie für den Betrieb im Unternehmen entwickelt, so dass Ihr IT-Team für die Wartung und Pflege der Hardware, die Verwaltung der Lizenzen für Software, Betriebssysteme und Datenbanken zuständig war.

Sie mussten auch dafür sorgen, dass alle Systeme sicher und auf dem Laufenden gehalten werden. Zur Erinnerung: Es ist ein kontinuierlicher Arbeitsaufwand, mehrere Systeme zu schützen, zu überwachen und anzupassen, um deren Sicherheit zu gewährleisten.

Nicht ganz offensichtlich, aber mit Auswirkungen auf die TCO von Legacy-E-Commerce ist die Abhängigkeit von Partnern oder Mitarbeitern mit sehr spezifischen Kenntnissen. IT-Teams bezeichnen dies üblicherweise als "Bus-Faktor" (abgeleitet von der Redewendung "für den Fall, dass sie von einem Bus überfahren werden").

Ein Problem in vielen Firmen ist das Budget und weitere Investitionen. Ein Monolith, der von der IT betrieben und gewartet wird, ist auch Teil ihrer Kostenstelle. Die IT ist jedoch hauptsächlich davon getrieben, ihre Dienste so effizient wie möglich ( also zum niedrigsten Preis) zu erbringen. Eine E-Commerce-Plattform ist jedoch ein Verkaufsinstrument mit ganz eigenen Ansprüchen an den Erfolg.

Wenn die Plattform für die Kunden schwierig zu bedienen ist, nicht auf Mobilgeräte ausgerichtet oder langsam ist, muss der Vertrieb in Änderungen investieren, nicht die IT. Diese Investitionen stellen sicher, dass Kunden nicht abwandern, die Auftragskosten niedrig bleiben und neue Cross- und Upsell-Möglichkeiten durch Personalisierung eröffnet werden können.

Welche Art von E-Commerce-Lösung ist zukunftsfähig?

  • Wenn Sie gerade erst in den E-Commerce einsteigen, wird sich eine "All-in-One"-SaaS-Lösung als praktisch und schnell einsetzbar erweisen, da alles standardisiert und vorbereitet ist, ohne jegliche Anpassung. Beachten Sie jedoch, dass diese Struktur auf lange Sicht monolithisch werden und Änderungen schwierig und teuer sein könnten.

  • Wenn Sie ein kleines Team von Software-Entwicklern haben, die sich in Teilzeit um das System kümmern, könnten vorkonfigurierte Lösungen mit begrenzten Änderungsmöglichkeiten für Ihr Unternehmen funktionieren.

  • Wenn Sie über mehr Ressourcen verfügen oder bereit sind, diese auszulagern, können Sie eine Plattform mit zusammensetzbaren Komponenten oder gebündelten Geschäftsfunktionen wählen. Dieser sogenannte Composable E-Commerce kann schnell in Betrieb genommen werden. Die Komponenten werden mit Standardfunktionen geliefert, aber jeder Baustein kann angepasst oder überarbeitet werden, ohne dass das gesamte System davon betroffen ist, so dass es im Laufe der Jahre leicht erweitert werden kann.

  • Wenn Sie ein digitales Team mit Spezialkenntnissen haben, bietet eine skalierbare API-Architektur mit minimaler Basisfunktionalität ein Maximum an Freiheit. Diese Infrastruktur bietet Ihnen eine riesige Spielwiese an Möglichkeiten, um Ihre Microservices-basierte Lösung von Grund auf neu zu entwickeln. Achten Sie auf die Schulung Ihrer Mitarbeiter:innen, damit deren Fachkompetenz immer auf dem neuesten Stand ist.

Wenn Sie eine hochflexible, anpassbare E-Commerce-Plattform anstreben, ist die erste und letzte Lösung möglicherweise nicht die richtige für Sie. Sie suchen etwas, das nicht zu starr oder kompliziert ist, um eine schnelle Anpassung an Änderungen zu ermöglichen.

Warum sind die besten E-Commerce-Plattformen in der Cloud gehostet, Microservices-basiert und Headless?

Unabhängig davon, für welchen Grad der Vorkonfiguration Sie sich entscheiden, gibt es drei Grundsätze, die Ihre Lösung haben muss:

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Warum Sie sich für eine Cloud-basierte E-Commerce-Lösung entscheiden sollten:


Ihre neue E-Commerce-Plattform sollte in der Cloud gehostet werden, nicht lokal, denn das ist billiger. Sie können mit Basisfunktionalitäten, die die wichtigsten Bedürfnisse Ihrer Kunden abdecken, live gehen und zahlen nur dafür. Mit steigenden Umsätzen kann Ihre Lösung mitwachsen - sowohl in Bezug auf die Funktionalität als auch auf die Leistung.

Eine Cloud-basierte E-Commerce-Lösung entlastet Ihr IT-Team. Sie brauchen weder Spezialisten, die im Detail verstehen, wie die Anwendung funktioniert, noch Datenbankexperten oder gar IT-Architekten. Nachdem sie sich um die nahtlose Integration in alle Ihre anderen Tools wie ERP, CRM oder PIM gekümmert haben, kann sich deren Verantwortung auf die Verwaltung der Service-Level-Agreements (SLA) mit dem Lösungsanbieter beschränken.

Führungskräfte können ihre Geschäftsplanung mit einer Cloud-basierten E-Commerce-Lösung viel einfacher gestalten, da die Kosten vorhersehbar sind. Die meisten Anbieter sind in der Lage, Ihnen eine Liste der zu erwartenden Kosten zu geben, die sich auf die KPIs der Plattform beziehen, etwa den Umsatz oder den Traffic.

Es gibt einen weiteren Vorteil, den eine Cloud-basierte E-Commerce-Lösung hat: Ihre Kosten verlagern sich von CAPEX zu OPEX.

Was bedeutet das?


Sie erwerben nicht mehr ein Gut, das Sie besitzen, sondern verlagern diese Kosten in den Betrieb. Dadurch können alle Beteiligten (Vertrieb, Marketing, Aftermarket, Services) einen Beitrag zum Abonnement leisten.

 

Warum Sie sich für eine Microservice-basierte E-Commerce-Lösung entscheiden sollten:

Microservices sind eine großartige Möglichkeit, Funktionalitäten Ihrer Wahl, Best-of-Breed-Anwendungen von Drittanbietern mit Standardfunktionen des E-Commerce-Anbieters zu kombinieren.

Sie sind horizontal skalierbar - hier ein Beispiel: Wenn Sie personalisierte oder dynamische Preise für Ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten, kann diese Berechnung Ihre Seite ausbremsen und das Kundenerlebnis beeinträchtigen. Wenn Ihr Online-Shop also auf ein Niveau wächst, bei dem die initiale Preisberechnung den Kunden beeinträchtigt, können Sie dieses Feature gegen ein leistungsfähigeres tauschen - ohne den ganzen Rest ebenfalls anzupassen.

Microservice-basierter E-Commerce wird die Abhängigkeit von Ihrer IT reduzieren, da nur wenige Entwickler:innen benötigt werden (intern oder in einer Agentur), um diese zu entwickeln, zu deployen und zu aktualisieren.

Microservices werden Ihre Agilität beim Testen und Lernen erhöhen, weil Sie Technologien wie KI, noSQL-Datenbanken oder Spracherkennung nutzen können, ohne das gesamte System zu beeinflussen, und Sie sind unabhängig von Ihrem Ökosystem. Behalten Sie also, was gut ist, werfen Sie weg, was nicht funktioniert und innovieren Sie ohne großes Risiko!


Warum Sie sich für Headless Commerce entscheiden sollten


Eine Headless-Commerce-Plattform ermöglicht es Ihnen, unterschiedliche Frontends oder Benutzeroberflächen für verschiedene Commerce-Kanäle bereitzustellen, da diese getrennt von der zugrunde liegenden Logik sind. 

Sie können alle Ihre bewährten Geschäftsprozesse über eine Webanwendung, eine mobile App oder PWA, ein Terminal an einem Gerät oder über Sprachsteuerung abwickeln. Stellen Sie sich vor, Ihre Maschine ermöglicht es Ihnen, Verbrauchsmaterialien direkt über einen Touchscreen zu kaufen!

Headless Commerce ist schnell, weil Sie sicherstellen können, dass Daten nur dort fließen, wo sie benötigt werden. Um ein großartiges digitales Erlebnis in Ihrem Online-Shop zu bieten, benötigen Sie neben einer E-Commerce-Engine weitere Tools: CRM, Dokumentationsmanagement, Ticket-Management-Systeme, CPQ, IoT-Monitoring....

Ein separater "Kopf" erhält alle notwendigen Informationen direkt von jeder Quelle. So wird sichergestellt, dass jedes Backend-System schlank und schnell bleibt. Ein Kunde, der sich zum Beispiel auf einer Produktdetailseite informiert, erhält die Bilder von einem DAM-Server, die Produktinformationen vom PIM, die Konfiguration vom CPQ und nur die eigentliche Transaktion wird vom E-Commerce durchgeführt.

Headless Commerce ermöglicht es Ihnen auch, bessere Fachkräfte einzustellen, denn Sie brauchen UX- und Grafikdesigner, die ansprechende Benutzeroberflächen erstellen, und Backend-Entwickler, die sich auf Ihre Geschäftsprozesse konzentrieren können. Auf diese Weise können Sie iterieren, experimentieren, schnell scheitern, schnell lernen und von kürzeren Release-Zyklen profitieren.


Zusammenfassend lässt sich sagen

Wenn Sie auf eine zukunftssichere B2B-E-Commerce-Plattform umsteigen wollen, raten wir Ihnen Folgendes:

  • Beginnen Sie mit einfachen, sofort einsatzbereiten Funktionen, gehen Sie schnell live und erweitern Sie die Komplexität in der Zukunft, basierend auf den Bedürfnissen Ihrer Kunden.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Funktionalitäten, die Ihren Kunden Ihre USPs am besten vermitteln.
  • Verschwenden Sie keine Zeit (und kein Geld) mit der Entwicklung von Funktionalitäten, die Commodities sind.
  • Verwenden Sie Standard-APIs, um agil, schnell und responsiv auf sich ändernde Anforderungen zu reagieren und den "Bus-Faktor" zu eliminieren.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie eine zukunftssichere B2B-E-Commerce-Plattform auswählen, haben wir eine kostenlose Webinar-Aufzeichnung für Sie. Sie behandelt die Themen dieses Artikels, bietet aber noch viel mehr Beispiele und Einblicke in den Start und die Durchführung des Replatforming-Projekts - und das alles von einem sehr erfahrenen E-Commerce-Experten, der in den letzten Jahren das eine oder andere Replatforming-Projekt gerettet hat.

[Video] So wählen Sie eine zukunftssichere Commerce-Plattform aus